Der Hammer: Seit der Steinzeit das Werkzeug der Wahl

Hammer auf Nagelbrett
Hammer auf Nagelbrett Werkbank Grundausstattung Foto: Grieslightnin / pixabay.com (CC0 Public Domain)

Der Hammer ist wohl eines der ältesten Werkzeuge, das die Menschen nutzen. Der frühe Homo sapiens schlug bereits vor 1,5 Millionen Jahren in der Savanne Ostafrikas mit Faustkeilen aus Stein auf Dinge, die er bearbeitete. So zerkleinerten unsere Vorvorfahren Material wie Nuss-Schalen oder Steine. Sie hämmerten damit harte Fasern von Pflanzen weich, damit sie diese anschließend besser verdauen konnten oder splitterten Knochen von Tieren damit auf, um an das für ihre Ernährung wichtige Mark zu gelangen. Hämmer nutzten unsere Urahnen jedoch nicht nur auf der Suche nach Nahrung. Sie bearbeiteten mit ihren Schlagwerkzeugen ebenso andere Steine und formten damit wiederum neben weiteren Werkzeugen etwa auch die ersten Kunstwerke der Menschheit.

Mit einem Hammer lassen sich Keile in Holz treiben und selbst Felsblöcke spalten, bis sie dabei in mehrere Teile zerbersten oder auseinander bröseln. Das Schlagwerkzeug überträgt die Kraft menschlicher Muskeln und den Schwung, den sein Besitzer mit den Armen erzeugt, auf das Gewicht einer möglichst großen Masse. Sie bestimmt wesentlich die Schlagkraft und damit den Effekt des Hammers. Je größer diese Kraft, desto höher ist auch die Wucht, mit der ein Hammer auf einen weiteren Gegenstand trifft.

 

Schmiede formen seit 3.000 Jahren Hämmer für alle Zwecke

Mit der Entdeckung der Erz-Schmelze vor etwa 3.000 Jahren produzierten die frühen Menschen der Bronze-Zeit ihre Hämmer nicht mehr aus einem steinernen Block, den sie an einen Holz-Stil banden. Jetzt schufen sie Hämmer aus Metall. Die waren härter und damit widerstandsfähiger. Das eröffnete den Menschen einen Fortschritt ihrer noch jungen Kultur. Mit den ersten Metallhämmern begann der eigentliche Aufstieg des Werkzeugs. Denn mit der Kunst eines Schmieds, den metallenen Kopf eines Hammers verschieden zu formen, konnten die Hammer-Hersteller für allerlei Tätigkeiten spezielle Werkzeuge produzieren. Schumacher und Metzger, Polsterer und Maurer, Uhrmacher und Kesselflicker – die Zahl der Berufe, die mit Hämmern werken, ist so vielfältig wie die Formen der Geräte. Oder auch deren Materialien: Denn heute gibt es Hämmer aus Kunststoff und Gummi, Holz oder Metall – je nach Gebrauch verwandelt der Hammer sein Aussehen und nutzt den dafür passenden Werkstoff.

Der erfinderische Mensch nutzte einen Hammer schon früh nicht nur mit seiner eigenen Muskelkraft. Er entwickelte Hammerwerke. Zunächst trieb die die Kraft des Wassers. Ein Wasserrad übertrug über die Energie über eine Holzwelle. Die wiederum hob und senkte schwere Hämmer. So ließen sich erste quasi halbautomatische Maschinen bauen, die ihre Hammerschläge regelmäßig auf Werkstücke übertrugen. Mit dem Aufkommen der Dampfmaschinen im 18. Jahrhundert begann auch die Zeit der industriellen Hammerwerke. Mit ihnen ließen sich nun gewaltige Eisenhämmer zur Bearbeitung in großer Zahl nutzen.

Heute gehört mindestens ein Hammer an jede Werkbank. Gut ausgestattete Werkbankhelden haben allerdings mehrere verschiedene für den richtigen Einsatz zur Hand.

Hammer Bestseller Angebote auf Amazon